Wett Tipp ATP Grand Slam US Open: Rafael Nadal - Andrey Rublev

Mittwoch, 06.09.2017 um 19:30 Uhr (MEZ)

Nadal gegen Underdog

Am heutigen Mittwoch stehen bei den US-Open die letzten beiden Halbfinal-Matches auf dem Programm. In einem davon trifft die derzeitige Nummer eins der Welt, Rafael Nadal, auf den russischen Außenseiter Andrey Rublev, der im Turnierverlauf allerdings bereits den einen oder anderen Favoriten aus dem Weg geräumt hat. Aufgeschlagen wird am 06. September nicht vor 17:00 Uhr MEZ.

Rafael Nadal

  • deutlich mehr Erfahrung in großen Spielen
  • physisch enorm stark
  • kaum fehleranfällig

Andrey Rublev

  • kann völlig ohne Druck agieren
  • im Achtelfinale einen ähnlichen Spielertypen ausgeschaltet

Aktuelle Form Rafael Nadal

Über die Stärken eines Rafael Nadal muss man eigentlich kaum noch Worte verlieren. Wir sehen gleich eine Reihe von Faktoren, die am Mittwoch für den Spanier sprechen. Da wäre einerseits seine Physis, die wohl mit keinem anderen Spieler auf diesem Planeten vergleichbar ist. Nadal schafft es, auch die schwierigsten der schwierigen Punkte noch ins Feld zu spielen, man muss gegen den Spanier sämtliche Punkte zwei bis dreimal machen. Doch nicht nur das, Nadal bringt die Bälle auch in einer Qualität aus der Defensive, die ihresgleichen sucht. Dementsprechend ist er für uns aktuell auch der große Favorit auf den Titelgewinn. Ein weiterer Vorteil für den Mann aus Manacor ist speziell im Duell mit Rublev seine Erfahrung. Der Russe ist 19 Jahre alt, wirkte zwar in den bisherigen Matches nicht nervös, ein Finaleinzug vor Augen kann dann aber doch ein Hemmschuh werden. Probleme bekommt Nadal am ehesten, wenn sein Gegner eine ähnliche Konstanz wie er selbst an den Tag legt, wenn es über allzu lange Ballwechsel geht, streut auch der 31-Jährige immer wieder Fehler ein. Davon war im Achtelfinale gegen Aleksandr Dolgopolov allerdings nicht zu sehen. Nadal fegte mit 6:2, 6:4 und 6:1 über seinen Gegner hinweg, dieser fand kein Rezept, um die Nummer eins vor Probleme zu stellen. Hier kommt Nadal seine Antizipationsfähigkeit zugute, die wir ebenfalls bei keinem anderen Spieler auf der Tour in diesem Ausmaß beobachten. Hinzu kommen seine enorm starken Grundlinienschläge, wobei er sowohl auf der Vor-, als auch auf der Rückhand zu den besten Spielern der Welt gehört. Zusammengefasst: Rafael Nadal ist schlicht und ergreifend ein kompletter Spieler. Ein paar Zahlen aus dem Duell gegen Dolgopolov können dies belegen: Er war der deutlich weniger fehleranfällige Spieler, machte nicht einmal ein Drittel jener Unforced Errors, die sein Gegner beging. Zudem war er nach erfolgreichem erstem Service der deutlich bessere Mann, machte hier 82 Prozent der Punkte. Bei zweitem Aufschlag waren es immer noch deren 79, auch fanden mehr als zwei Drittel seiner ersten Aufschläge den Weg ins Feld.

Aktuelle Form Andrey Rublev

Die größte Chance Andrey Rublevs besteht darin, dass er eigentlich keine hat. Von sämtlichen Buchmachern wird der junge Russe als krasser Außenseiter erachtet und das natürlich nicht zu Unrecht. Dennoch: Der 19-Jährige ist einer der aufstrebendsten Akteure auf der gesamten Tour und, Favoritenrolle Nadals hin oder her, wer Leute wie David Goffin oder den Turnier-Mitfavoriten Grigor Dimitrov aus dem Bewerb nimmt, dem kann man unter keinen Umständen vorwerfen, nicht verdient in der Runde der letzten acht zu stehen. Vor allem die Art und Weise, wie er gegen diese gestandenen Profis an Werk ging, war beeindruckend. Gegen beide verlor Rublev keinen einzigen Satz, hat im gesamten Turnierverlauf überhaupt erst einen Durchgang abgegeben. Wichtig für das Duell mit Nadal: Rublev scheint starke Nerven zu haben, hat in den letzten Wochen – auch vor den US-Open – eine sehr starke Tie-Break-Bilanz vorzuweisen. Dass mit ihm zu rechnen ist, zeigte sich schon in Wimbledon, als er sich aus der Qualifikation heraus bis in die 2. Runde kämpfte, wenige Wochen später folgte in Umag sogar der erste Turniersieg. Vorteil Rublev: Er ist ein Allrounder, kann also auf allen Belägen nahezu ohne Qualitätsverlust agieren. Steigern kann und muss sich der Russe in jedem Fall noch bei eigenem Aufschlag, hier kam er bislang nicht über eine Quote von 61 Prozent hinaus. Ein Vorteil für den Russen: Er kann völlig ohne Druck in dieses Halbfinale gehen, wird wohl erneut sehr risikoreich spielen (müssen), um zum Erfolg zu kommen. Ebenfalls ein Vorteil: Er ist von den Viertelfinalisten die einzige wirklich große Unbekannte, auch gegen Nadal hat er noch nie gespielt. Sein risikoreiches Spiel birgt allerdings die Gefahr vieler Unfored Errors. Auch bei seinem Sieg gegen Goffin hatte er hier einen Wert von über 40 vorzuweisen. Allerdings: Goffin ist mit Sicherheit ein ähnlicher Spielertyp wie Nadal, zwar nicht ganz so kraftvoll, aber doch einer der besten Rückschläger auf der Tour.

Wettprognose

Wir haben absoluten Respekt vor dem, was Andrey Rublev bislang geleistet hat, trauen dem Russen auch einen Satzgewinn absolut zu. In den entscheidenden Momenten sollte sich aber die Erfahrung, Ruhe und Gelassenheit von Nadal doch durchsetzen. Dementsprechend rechnen wir mit einem Viersatz-Sieg des Spaniers. Tipp 1.

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